25 Jahre „Halle für Alle“Ein Meilenstein unserer Vereinsgeschichte

Am 28. Oktober 2026 blickt der S.V. Handorf-Langenberg von 1959 e.V. stolz auf das 25-jährige Bestehen seiner Sporthalle zurück.
Was heute ein fester Bestandteil des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens im Ort ist, begann vor über einem Vierteljahrhundert mit einer mutigen Vision und beispiellosem ehrenamtlichen Engagement. 

Von der Idee bis zum ersten Spatenstich

Erste Pläne (1990–1997): Bereits im Juli 1990 beschloss der Rat der Gemeinde Holdorf den Bau einer Sporthalle, was jedoch aufgrund der finanziellen Lage zunächst verschoben werden musste. Im Juni 1997 nahm das Projekt erneut Fahrt auf: Auf Initiative von Bürgern, Vereinen, Geschäftsleuten, Schule, Kindergarten und Kirche bildete sich ein siebenköpfiges Sporthallen-Gremium. 

Die Vision einer großen Mehrzweckhalle (1998–1999): Statt einer kleinen Schulturnhalle entschieden sich der SV Handorf-Langenberg und das Gremium im November 1998 für eine große Sport- und Mehrzweckhalle. Im Juli 1999 wurde das Projekt unter dem Motto 
„Halle für Alle“ der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Eine Gemeinschaftsaktion der Extraklasse

Um die Zusatzkosten zu decken, veranstaltete das Gremium Spendenaktionen im gesamten Ort: 

Bei Haussammlungen sowie Events wie dem Pyjama-Turnier, Osterfeuer, Losverkäufen und Schulfesten kamen über 220.000 DM an Spenden zusammen. 

Sogar der örtliche Schützenverein stellte einen Zeltfest-Abend zur Verfügung, bei dem der SVL das Thekenpersonal stellte und die Einnahmen in den Hallenbau flossen. 

Starke Zahlen & Starke Hände

Die Gesamtkosten der Sporthalle beliefen sich auf 1.484.000 DM. Neben Zuschüssen der Gemeinde Holdorf (780.000 DM), der Schulbaukasse (367.000 DM), des SVL (50.000 DM) und des Landessportbundes (44.400 DM) trugen Spenden (211.200 DM) und vertraglich festgelegte Eigenleistungen (31.400 DM) wesentlich zur Umsetzung bei. 

Vertragsabschluss & Baubeginn: Nach der Vertragsunterzeichnung am 1. September 2000 erfolgte am 19. Oktober 2000 der erste Spatenstich. 

Unermüdliche Eigenleistung: Der Sozialtrakt (Umkleiden, Duschen, Vereinsheim und Regieraum) wurde in Eigenregie errichtet. Bei Wind und Wetter packten jeden Samstag durchschnittlich zehn freiwillige Helfer an – bestens verpflegt durch engagierte Gemeindemitglieder wie Mariechen und Heinrich Brinkschulte. 

Grundsteinlegung & Einweihung: Nach der Grundsteinlegung am 16. November 2000konnte die Halle am 28. Oktober 2001 nach nur einem Jahr Bauzeit von Pastorin Kerstin v. Stuckrad und Pastor Stefan Jürgens feierlich eingesegnet werden. 

Mehr als nur ein Gebäude

Die Geschichte unserer Sporthalle zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Gemeinde, Vereine, Unternehmen und Bürger an einem Strang ziehen. Zahlen und Fakten beschreiben nur einen Teil der Erfolgsgeschichte – der wahre Wert liegt im Herzblut, der Gemeinschaft und der unzählbaren Muskelhypothek aller Beteiligten, die den Traum von der eigenen Halle Wirklichkeit werden ließen. 

Ein herzliches Dankeschön an alle, die damals mit angepackt haben und den SV Handorf-Langenberg bis heute unterstützen!

Originaltext: Peter Lamping / Bearbeitung: Hubert Middendorf
Bilder: privat